Der Ausflug nach Island war schön.

Ich war gespannt auf Land und Leute, da es meine erste Reise auf die Insel im Nordatlantik war. Die Anreise über Kopenhagen war entspannt und überpünktlich. Am Flughafen Keflavik wurden wir herzlich empfangen und direkt in das ca. 50 km entfernte Athletenhotel im Zentrum von Reykjavik gefahren. Auf der Fahrt konnte ich mir einen ersten Eindruck von der Landschaft Islands machen. Meine Erwartungen nach einer kargen Vulkanlandschaft wurden zu 100 % erfüllt. Die Strecke war gesäumt von erstarrtem Lavagestein überzogen mit dem für Island typischen Moos, nur vereinzelt gab es Bereiche mit spärlicher Vegetation. Trotzdem hatte diese raue Natur eine gewisse Anziehungskraft, welche mich die gesamte Fahrt über mit Neugierde aus dem Fenster schauen ließ. Im Stadtgebiet herrschte eine flache europäische Bebauung mit modernen Glasfassaden vor. Überrascht hatte mich das geschäftige Treiben über die Wochenendtage in einer für unsere Verhältnisse kleinen Stadt. Überall waren viele, vor allem junge Leute unterwegs. Das könnte aber auch auf die aktuell stattfindenden „Reykjavík International Games zurück zuführen gewesen sein. Im Zuge dieser Spiele sind viele Sportler aus unterschiedlichen Sportarten und vor allem nordischen Ländern nach Island gekommen um sich im Wettkampf zu messen.

 

 

So wie ich und eine kleine weitere Gruppe aus Deutschland. Durch meine Ergebnisse der vorangegangenen Wettkämpfe und guten Eindrücke aus dem Training war ich eigentlich recht zuversichtlich für meinen Wettkampf. Allerdings war das Ergebnis dann ganz und gar nicht so wie erhofft. Mit 49,20 sec. enttäuschte ich auf ganzer Linie und hätte nicht gedacht, dass ich in einem Wettkampf so langsam sein könnte. Es war ein verkrampfter, passiver Lauf mit einer Zeit die ich im Training mehrmals hintereinander laufen kann.

 

Nach Absprache mit meinem Coach stand für uns beide fest, dass ich den Lauf schnellst möglich abhaken musste und ich dringend weitere Wettkämpfe bräuchte. So beschlossen wir die Hallensaison fortzusetzen, um das entspannte schnelle Laufen aus dem Training in den Wettkampf zu bekommen.

 

Schon auf dem Rückflug galt mein Fokus den nächsten Wettkämpfen in den kommenden Wochen und ich bin guter Dinge, dass diese Wettkämpfe mich weiter voran bringen werden.