Ich habe es geschafft! Bei den Deutschen Meisterschaften am Wochenende in Ulm habe ich meine letzte Runde gedreht. Als Startläufer der 4x400m Staffel des Dresdner Sportclubs, gelang mir zum Abschluss meiner 400m-Karriere, nochmal ein sehr schönes Rennen. Insgesamt wurden wir mit dem 6. Platz belohnt und in Anbetracht der recht starken Konkurrenz, waren wir alle mit dem Ergebnis zufrieden.

 

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Ich habe dieses Wochenende sehr genossen und nochmal alle Eindrücke rund um die Deutschen Leichtathletik Meisterschaften aufgesogen. Diese werde ich für immer abspeichern und nie vergessen. Ich habe viele unterschiedliche Momente mit meiner Liebe, den 400 Metern, erlebt aber vor allem positive für mich und das Leben. Ganz besonders im Stadion in Ulm, in welchem ich 2009 Deutscher Meister auf der Bahn 6 wurde! Daher lag es mir nah, mich ganz besonders von dieser Bahn zu verabschieden.

 

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Immer, wenn ein Kapitel zu Ende geschrieben ist, beginnt auch ein neues - so auch in meinem sportlichen Werdegang. In nächster Zeit werde ich mich voll dem Anschub im Bobsport widmen, weil ganz ohne Sport, kann ich doch noch nicht Sein!

Also bleibt gespannt …

 

Es ist entschieden! Der Dresdner Sportclub (DSC) wird am kommenden Wochenende (06./07.07.13) eine 4x400m Staffel zu den Deutschen Meisterschaften nach Ulm entsenden.

 

Trotz meiner leistungssportlichen Umorientierung, hin zum Bobsport, habe ich mich bereit erklärt diese Staffel zu unterstützen! Damit werde ich vier Jahre nach meinem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften 2009 wieder einen 400m Lauf in Ulm absolvieren. Für mich schließt sich somit ein Kreis und ich werde mich mit diesem Lauf von der professionellen 400m-Bühne verabschieden! Ich freue mich auf meinen letzten 400m-Einsatz auf nationalem Terrain und Blicke voller Stolz, Zufriedenheit sowie mit etwas Wehmut auf die vergangenen 12 Jahre mit Höhen und Tiefen zurück. Allerdings bin ich auch genauso gespannt auf neue Erfahrungen und Erfolge im weiteren sportlichen Werdegang.

 

See you in Ulm!

 

Nach etwas längerer Zeit melde ich mich mal wieder auf meiner Homepage zur aktuellen Situation. Wie schon einige wissen und es auch bereits in den unterschiedlichsten Medien berichtet wurde, gibt es bei mir eine etwas größere sportliche Veränderung.

 

Nach der Hallensaison, mit vielen Auf und Ab`s sowie der erneuten verletzungsbedingten Startabsage bei den Deutschen Hallenmeisterschaften, hatte ich mir Gedanken gemacht, wie es sportlich bei mir weiter gehen kann. Ich war sehr nieder geschmettert und hatte alle möglichen Szenarien im Kopf. Relativ schnell war mir klar, dass ich keine Motivation mehr verspürte mich für das aufwendige 400m-Training zu quälen, wenn ich dann im Wettkampf keine entsprechende Leistung erziele bzw. erst gar kein Start zustande kommt.

 

In dieser Zeit ergab sich die Möglichkeit meine Fähigkeiten beim Anschub im Bobsport zu testen. Da ich schon immer davon fasziniert war und es irgendwann mal ausprobieren wollte, sah ich die Gelegenheit als günstig an. Ich stellte mich nicht allzu schlecht dabei an und mir wurde ein gewisses Talent bescheinigt. Nach ein paar Gesprächen mit Trainern, Familie, Freunden und Sponsoren, habe ich mich entschieden keine 400m mehr zu rennen und mich dem Anschub im Bobsport zu zuwenden. Ich trainiere also aktuell weiter unter meinem Trainer Jochen Wiedemann vermehrt Kurzsprint für ein paar Wettkämpfe im Sommer über 100m und 200m sowie Kraft für den Anschub im Winter. Der Leichtathletik gehe ich also vorerst nicht verloren, nur habe ich meinen Fokus in Richtung Anschub verlegt.

 

Mit dem amtierenden Zweierbob Weltmeister Francesco Friedrich und seinen Anschiebern, habe ich ein Bobteam gefunden, welches mich sehr freundlich und unterstützend aufgenommen hat. Die Rahmentrainingspläne erhält das Bobteam-Friedrich vom erfahrenen Trainer Gerd Leopold.

 

Meine Hallensaison ist beendet und mal wieder nicht so wie ich es geplant hatte. Am Wochenende war eigentlich ein Start bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund vorgesehen. Nachdem ich mich recht knapp für die Teilnahme qualifiziert hatte, musste ich nach der unmittelbaren Wettkampferwärmung von einem Start Abstand nehmen. Eine muskuläre Verhärtung der linken Aduktorenmuskulatur verhinderte leider mein Eingreifen in das Wettkampfgeschehen. Diese kleine Verletzung habe ich mir wahrscheinlich beim Abschlusstraining zu den Meisterschaften am Mittwoch davor zugezogen.

 

Jetzt stehen erst mal ein paar ruhige und trainingsfreie Tage auf dem Plan und anschließend setzte ich mich mit meinem Trainer und der Trainingsgruppe zusammen und wir planen den weiteren Weg.

Nach dem Ausflug auf Island, standen zwei weitere Rennen unmittelbar hinter einander auf meinem Plan. Am 25.01. stellte ich mich bei einem kleinen Sportfest in Prag auf die Bahn und einen Tag später startete ich außer Wertung in Chemnitz bei den Landesmeisterschaften der Jugend und Senioren.

 

Beide Rennen sollten unter dem Gesichtspunkt des Trainings stehen, um den optimalen Rennverlauf für meine derzeitige Form zu finden. Daher waren beide Rennen etwas unterschiedlich. In Prag hatte ich ein sehr gutes Gefühl im Angang, was sich aber als deutlich zu langsam herausstellte und mich auf eine indiskutable Endzeit von 49,46 sec. führte.

 

Einen Tag später in Chemnitz stand der Test an, wie ich ein zweites Rennen in kürzester Zeit absolvieren würde. Unmittelbar vor meinem Start hatte ich noch einen Trainingslauf über 150m mit meinem Coach ausgemacht, um die Belastung noch zu steigern. Natürlich gab es auch wieder eine bestimmte Renntaktik, welche auch fast aufgegangen wäre nur leider bin ich beim Einordnen nach einer Runde mit meinem Laufpartner in Kontakt gekommen und so verlor ich reichlich Schwung für die zweite Runde. Dass am Ende eine Zeit von 49,25 sec. gestoppt wurde wunderte mich schon etwas aber es zeigte mir auch, dass ich nun auf dem richtigen Weg war.

 

Die anschließende Auswertung durch meinen Coach bestätigte mich in meinem grundlegenden positiven Gefühl. Auch war uns beiden nun klar was für die Hallensaison noch zu tun ist und wir beschlossen zunächst keine Wettkämpfe mehr zu absolvieren und wieder in das Training, für die Deutschen Hallenmeisterschaften am 23. und 24.02.2013 in Dortmund, einzusteigen.

 

Bleibt gespannt, es wird weiter gekämpft…

 

Der Ausflug nach Island war schön.

Ich war gespannt auf Land und Leute, da es meine erste Reise auf die Insel im Nordatlantik war. Die Anreise über Kopenhagen war entspannt und überpünktlich. Am Flughafen Keflavik wurden wir herzlich empfangen und direkt in das ca. 50 km entfernte Athletenhotel im Zentrum von Reykjavik gefahren. Auf der Fahrt konnte ich mir einen ersten Eindruck von der Landschaft Islands machen. Meine Erwartungen nach einer kargen Vulkanlandschaft wurden zu 100 % erfüllt. Die Strecke war gesäumt von erstarrtem Lavagestein überzogen mit dem für Island typischen Moos, nur vereinzelt gab es Bereiche mit spärlicher Vegetation. Trotzdem hatte diese raue Natur eine gewisse Anziehungskraft, welche mich die gesamte Fahrt über mit Neugierde aus dem Fenster schauen ließ. Im Stadtgebiet herrschte eine flache europäische Bebauung mit modernen Glasfassaden vor. Überrascht hatte mich das geschäftige Treiben über die Wochenendtage in einer für unsere Verhältnisse kleinen Stadt. Überall waren viele, vor allem junge Leute unterwegs. Das könnte aber auch auf die aktuell stattfindenden „Reykjavík International Games zurück zuführen gewesen sein. Im Zuge dieser Spiele sind viele Sportler aus unterschiedlichen Sportarten und vor allem nordischen Ländern nach Island gekommen um sich im Wettkampf zu messen.